BUND Naturschutz Logo

Zusammen mit BUND Naturschutz
Insektenexkursion im Haidforst
mit Insektenkundler und Biologen Dr. Thomas Rettelbach
Wir finden Insekten und bestimmen sie gemeinsam!

Samstag 18. Juni 2022, 13:30 Uhr
Treffpunkt: Waldeingang Industriestraße 12

Karte Insektenexkursion

Stadtradeln


"Wir für den Wald" sind zum Stadtradeln angemeldet!
Petra Baumann ist unsere team captain! Dank dir, Petra!


Bitte registriert Euch unter www.stadtradeln.de/traunstein bei unserem Team "Wir für den Wald - Klimaschutz in Traunstein". Eine genaue Anleitung und die Regeln sind dort zu finden.
Die Aktion läuft vom 8. bis zum 28. Juli 2022. Ihr solltet dann alle Eure gefahrenen Radlkilometer fleißig eintragen, damit wir am Ende die Teamwertung gewinnen!

Zum internationalen Tag des Waldes

Schätze aus dem Wald
Waldbaden
Vortragsrunde
Kinderbetreuung
Vorstellung der Foto-Collage

Samstag 26.03.2022, 14 Uhr
Treffpunkt: Waldeingang Industriestraße

(zum Vergrößern in die Karte klicken)

Karte Aktionen am Waldtag
Fotocollage - wir machen weiter

Mit unserer Fotocollage wollen wir zeigen,
dass viele, viele Menschen,
dass Ihr
unseren Wald schützen und erhalten wollt!

Danke für alle bisher eingesandten Fotos!

Und unsere Aktion geht weiter!
Sagt es weiter!

Wir freuen uns auf noch mehr!

So gehts:

Grundsätzlich soll nur EINE Person pro Foto abgebildet sein - am besten im WALD.
Das Foto bitte zusammen mit Deinem/ Ihrem Namen und Adresse1 an: foto@wirfuerdenwaldts.de

Für noch nicht volljährige Personen2 benötigen wir die schriftliche Einwilligung beider Elternteile:
hier herunterladen, ausfüllen, unterschreiben und mit dem Foto an uns senden.

Noch Fragen? Email senden


1 Wir werden weder den Namen noch die Adresse im Zusammenhang mit dem Foto oder sonstwie veröffentlichen. Jedoch benötigen wir aufgrund der geltenden Bestimmungen die Einwilligung der/ des Einsendenden zu Folgendem:
Mit der Einsendung des Fotos:

- bestätigt die/ der Einsendende,

  • dass sie/ er volljährig ist und im Besitz der Rechte am eingesandten Foto.
  • dass ihr/ ihm bekannt ist, dass Fotos im Internet von beliebigen Personen abgerufen werden können, dass nicht auszuschließen ist, dass solche Personen die Bilder weitergeben, und dass eine Haftung für diese Fälle ausgeschlossen ist.

 - erklärt sich die/ der Einsendende damit einverstanden,

  • dass das eingesandte Foto zum Zweck der oben genannten Collage auf Plakaten, Flyern, im Internet (z. B. Homepage, Facebook, Instagram) oder in anderen Medien (z. B. Tageszeitungen) verwendet wird.
  • dass die Veröffentlichung auf unbestimmte Zeit erfolgt.
  • dass sich das Aktionsbündnis das Recht vorbehält, eingesandte Fotos ohne Angabe von Gründen gegebenenfalls nicht zu veröffentlichen, und dass der Rechtsweg ausgeschlossen ist.

Die Einwilligung kann zum Nachlesen hier heruntergeladen werden.

2 Für Personen, die laut §2 BGB die Volljährigkeit noch nicht erreicht haben, wird eine schriftliche Einverständniserklärung beider Elternteile benötigt. Diese kann hier heruntergeladen werden. Mit der Unterschrift wird zugleich bestätigt, dass mit den jeweiligen Kindern und Jugendlichen die Veröffentlichung der Fotos besprochen wurde. 

"Ramma dama"

(Müllsammeln)

Wir laden ein, gemeinsam unseren Wald von dem zu befreien, was dort nicht hingehört.

Wir treffen uns

am Sonntag, 6. März 2022, um 10 Uhr

beim Waldeingang Industriestraße, kurz vor Fa. Schaumaier

Bitte Handschuhe mitbringen!


So lange liegt unser Müll im Wald - klicken zum Vergrößern:

So lange kämpft der Wald mit dem Müll

Der adventliche Waldspaziergang
am 28. November 2021 musste wegen der Covid19-Situation entfallen.

Aktionsbündnis „Wir für den Wald“ in Traunstein gegründet

Mitglieder des Aktionsbündnisses "Wir für den Wald" bei der Gründung am 28.10.2021

Mehr als 80 Bürgerinnen und Bürger kamen in den Traunsteiner Sailer Keller zur Gründung des Aktionsbündnisses „ Wir für den Wald“ und wählten einstimmig Rosi Berger zur Sprecherin.

In der von Helga Mandl geleiteten Wahl wurde weiterhin Claudia Lahr zu ihrer Stellvertreterin gewählt, sowie Peter Müller zum Kassier.

„Egal, wo man in Traunstein wohnt, innerhalb von maximal 10 Minuten ist man zu Fuß in einem Wald“, sagte Rosi Berger in ihrer Bewerbungsrede. Als Mitglied der Bürgerinitiative „Rettet den Haidforst“ setzt sich Berger schon seit vielen Jahren für den Walderhalt ein. Zur aktuell geplanten Rodung einer Fläche am Schnepfenluck hat sie mit mehreren Ämtern, Behörden und Politikern Kontakt aufgenommen, ebenso wie andere Unterstützer des Aktions-bündnisses. Diese Rodung ist aktuell „auf Eis gelegt“ aber noch nicht vom Tisch.

Claudia Lahr, Mutter von vier Kindern, freute sich über den großen Zuspruch der Veranstaltung: „Schön, dass so viele Jugendliche da sind, denn für Eure Zukunft  machen wir das hier“.

Als Beisitzer wurden gewählt Gerlinde Peuser, Mario Peuser und Hans Becher.

Nach der Wahl dieser drei Beisitzer fragte Wahlleiterin Helga Mandl, ob sich denn weitere Personen spontan als Beisitzer bewerben möchten. Nach ganz kurzer Überlegung meldeten sich Antje Wendt, die seit ihrer Kindheit im Haidforst reitet und wandert und Luca Barakat, der auch bei „Fridays for Future“ aktiv ist und nun der jüngste Beisitzer des Aktionsbündnisses ist.

Alle oben genannten wurden entweder einstimmig oder mit einer Enthaltung gewählt.    

Vor der Wahl sprach Dipl. Forstwirt Paul Höglmüller in einem Vortrag mit dem Titel „Warum ist der Erhalt des Stadtwalds wichtig in Zeiten des Klimawandels?"

Er sagte, dass wir stolz sein könnten auf unseren Traunsteiner Stadtwald, der ein Beispiel für naturnahe Waldbewirtschaftung darstelle. Nach einer Betrachtung der Situation der Wälder bei uns und in anderen Regionen war sein Schlusswort sehr eindringlich: „Alle Entscheider müssen begreifen, dass wir so nicht weitermachen dürfen“.

Beate Rutkowski, Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Traunstein und stellvertretene Vorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern e.V., sprach unter anderem davon, wie stadtnaher Wald im Sommer kühle, was gerade für ältere Menschen wichtig sei, die stärker unter der Hitze litten als junge.

Die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl (Grüne) bemängelte, dass Wald nicht in das Klimaschutzkonzept der Stadt Traunstein aufgenommen wurde und Rainer Schenk forderte, dass das Klimaschutzkonzept des Traunsteiner Stadtrates nachgebessert werden müsse.

Die Veranstaltung wurde geleitet von Wolfgang Dinglreiter vom Studienseminar St. Michael. Er erinnerte an einen Beschluss des Stadtrates, der fordert, dass alle neuen Beschlüsse auf ihre Auswirkungen auf das Klima betrachtet werden müssten.


Von Wolfgang Wörner (28.10.2021)

Waldspaziergang für Groß und Klein


Am Sonntag, den 10.10.2021 trafen sich im Haidforst wieder Groß und Klein zu einem informativen Waldspaziergang.

Rosi Berger, die Sprecherin vom Aktionsbündnis „Wir für den Wald – Klimaschutz in Traunstein“ begrüßte das bunte Feld der Teilnehmenden: „Dieser Wald bietet für jeden etwas. Hier kann sich jeder bewegen und den Wald genießen, seien es Gehandicapte, Fahrradfahrer, Fußgänger, auch mit Kinderwagen und Rollatoren gibt es kein Problem.“

Gabi Müggenburg ist in der Landschaftspflege tätig und stellte während der Wanderung fest: „Gerodeter Wald kann theoretisch an anderer Stelle durch Ausgleichsflächen ersetzt werden. Aber die Bürger brauchen ihren Wald doch hier, in ihrer Nähe.“ Sie attestierte, dass der Haidforst hervorragend fachkundig gepflegt worden ist: „Dieser Wald ist total erhaltenswert, weil er sich bereits perfekt natürlich verjüngt.“

An einer Ersatzpflanzung konnten die Teilnehmer eindrucksvoll erkennen, dass es mindestens eine Generation dauert, bis aus in Reihen gesetzten Jungpflanzen ein Wald wird. Dabei ist Wald „unser wichtigster Verbündeter gegen den Klimawandel und damit für die Zukunft unserer Kinder unverzichtbar“, stellte Rainer Schenk fest.

Gerlinde und Mario Peuser freuten sich, dass die Kinder unter ihrer Aufsicht so hingebungsvoll mit dem vorhandenen Material aus dem Wald gebaut und gebastelt hatten, während die Erwachsenen beim Spaziergang waren: „Es ist wunderbar zu beobachten, wie kreativ die Kinder sind und wie wenig sie dazu brauchen. Solche Erfahrungen gibt es nur draußen in der Natur.“

„Alles soll sich entwickeln können: Gewerbe, Wohnbauprojekte, Schulen. Bereits jetzt ist überdeutlich abzusehen, dass uns beim momentanen Flächenfraß sehr bald der Platz dafür ausgeht.
Wenn wir nicht schleunigst kluge Lösungen finden, hinterlassen wir unseren Kindern eine Welt, in der sie sich selbst nicht mehr entfalten können, weil alles bereits zugebaut ist.“, sagte Claudia Lahr.

Rosi Berger rundete ab: „Entwicklung heißt nicht automatisch und ausschließlich Wachstum. Entwicklung bedeutet für mich die Verbesserung von Vorhandenem - vielleicht sogar auch Umdenken.“
Claudia Lahr (26.10.2021)

Gründungsversammlung von „Wir für den Wald – Klimaschutz in Traunstein“ am 27.10.2021


Ausgangslage:
 Es gibt Ideen, eine Straße durch den Haidforst zu bauen, außerdem sind Erweiterungen und Neuansiedlungen von Gewerbebetrieben angedacht. Dafür soll Wald gerodet werden. Konkrete Planungen scheinen bisher nicht zu existieren, aber der unbedingte Wille dort etwas zu realisieren.

An der Schnepfenluck sollten durch die Rodung von Waldflächen eine Erweiterung der BS III, sowie Parkplätze entstehen. Die Beschlüsse sind gefasst, das Projekt liegt momentan auf Eis. 

Beim Kiesabbauprojekt auf Nußdorfer Seite des Haidforst wurde bisher mehrfach massiv gegen die bestehenden Auflagen verstoßen, ohne dass dies nennenswerte Folgen für den Betreiber hätte. 

Die Bürger fühlen sich schlecht informiert und haben Angst, vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Dies trägt zum Verlust des Vertrauens in die Politik bei und führt zu Argwohn und sehr wenig Toleranz bei künftigen Projekten.


"Wir für den Wald TS" fand in der Corona-Zeit spontan zusammen. Nun soll eine offizielle Gründungsversammlung abgehalten werden, weil es die Situation in der Pandemie wieder zulässt. 

Rückschau auf Aktionen:

- Insgesamt drei Waldspaziergänge
:

Treffen an der Schnepfenluck am 06. August 2021
 "
Vom Haidforst zur Schnepfenluck" am 21. September 2021

"Informativer Waldspaziergang für Groß und Klein" am 10.10.2021
.
Festzustellen ist, dass sich die Teilnehmerzahl jedes Mal stetig mehrt.
- Schriftlicher Kontakt mit Ministerien und Behörden
- Persönliche Gespräche mit Verantwortungsträgern
- Leserbriefe


Unsere Ziele:

-
Schutz der Wälder rund um Traunstein im Sinne der Naherholung und des Klima- und Naturschutzes
- zukunftsorientierte, kreative und ressourcenschonende Lösungen für Bauprojekte einfordern
- Informieren und motivieren der Bürger, sich für den Erhalt der Wälder und der Natur in und um
  Traunstein einzusetzen.
- Im Dialog mit den Entscheidungsträgern bleiben.
- Beschlüsse, bei denen es um die Vernichtung von Wald und Flächen geht sind offen zu diskutieren, denn solch
   weitreichende Entscheidungen gehen alle an.



Wie geht's weiter?
- weitere Waldspaziergänge sind geplant
- Vernetzung vorantreiben

- Informationen sammeln und weitergeben

- im Dialog bleiben mit den Verantwortlichen aus der Politik




Als Sprecher:innen des Aktionsbündnisses werden sich zur Wahl stellen:


- Rosi Berger
- Claudia Lahr
- Hans Becher
- Astrid Breidenstein
- Peter Müller
- Gerlinde Peuser
- Mario Peuser



Am Gründungsabend besteht die Möglichkeit, sich ebenfalls noch beim Aktionsbündnis zu beteiligen.


 

Die Bürger Traunsteins wollen ihren Wald behalten
Von Claudia Lahr (24.09.2021)

Das Aktionsbündnis „Wir für den Wald TS“ machte am Dienstag, den 21.09.2021 einen informativen Waldspaziergang.
„Vom Haidforst zum Schnepfenluck“

Angekündigt war der Spaziergang als gemütliche Feierabendrunde, um gemeinsam den Wald im Haidforst und am Schnepfenluck zu genießen. Es kamen ca. 70 Interessierte aus dem Stadtgebiet Traunstein und aus umliegenden Gemeinden, darunter zahlreiche Jugendliche und Kinder.

Rosi Berger vom Aktionsbündnis „Wir für den Wald TS“ führte in das Thema ein: „Sowohl im Haidforst, als auch am Schnepfenluck gibt es Pläne für Waldrodungen. Im Haidforst ist man bestrebt, das bestehende Industrie- und Gewerbegebiet zu erweitern und es wird wohl als Notwendigkeit angesehen, eine Straße quer durch den Wald zu realisieren.“ Würde diese Maßnahme umgesetzt, wären die Ortsteile Geißing und Traunstorf noch stärker vom Durchgangsverkehr betroffen, weil der Autoverkehr so wirksam abkürzen kann und die größeren Einfallstraßen gemieden werden könnten.

Natürlich müssen bei Rodungen Ersatzpflanzungen gemacht werden. Beate Rutkowski vom BUND Naturschutz erläuterte hierzu: „Am Jungaufwuchs zeigt sich deutlich, dass die jungen Bäume sehr viele Jahre brauchen, bis aus ihnen ein richtiger Wald mit all seinen Funktionen heranwächst.“ Rund um das Stadtgebiet Traunstein fehlen zudem die Flächen, um künftig Wald stadtnah auszugleichen.

Am Schnepfenluck sind die Erweiterungspläne für die Berufsschule III mit dazugehörigen Parkplätzen in den nebenliegenden Wald einstweilen auf Eis gelegt worden, obwohl die Schule erweitern will und neue Fachrichtungen hinzukommen sollen. Claudia Lahr sagte: „Schulen sind wichtig und wir Bürger haben viele alternative Vorschläge für eine Erweiterung der BS III gemacht. Ich hoffe, dass es nun eine Lösung ohne Eingriff in den Wald geben wird. An anderen Stellen Traunsteins sehen wir, dass eine deutliche Nachverdichtung auch ohne unnötigen Flächenfraß möglich ist.“

Beim Gehen kamen alle Teilnehmer überein, dass unser Wald wirklich einzigartig und vielfältig ist.
Dr. Rainer Schenk meinte: „Der gesamte Traunsteiner Stadtwald ist ein Schatz und muss unbedingt erhalten bleiben. Das wird immer mehr Bürgern bewusst und immer mehr fordern dies tatkräftig ein. Waldschutz ist Klima- und Lebensschutz. Wir alle brauchen den Wald nötiger denn je. Jeder einzelne Baum zählt.“

Rosi Berger gab den Teilnehmenden zum Abschluss der Veranstaltung mit: „Traunstein hat genau das, was vielen Kommunen fehlt: Einen Waldmantel in fast alle Richtungen mit intakten Waldsäumen, der in unmittelbarer Nähe zu den Siedlungen liegt.“ Das ist in Zeiten des Klimawandels äußerst hilfreich zur Kühlung der Innenstädte, zur Sauerstoffproduktion, zur Wasserspeicherung und zum Schutz vor größeren Schäden durch Stürme. Außerdem sind unsere Wälder sehr beliebt und werden eifrigst zur Naherholung genutzt.



Erweiterung der Berufsschule III
Von Friedrich Naumann (September 2021)

Als Traunsteiner Bürger erfährt man in letzter Zeit oft erst aus der Zeitung, welche wichtigen Entscheidungen im Stadtrat getroffen wurden – w­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­er wusste schon vor dem Bericht im Traunsteiner Tagblatt vom 2.Juli, dass für die Erweiterung der Berufsschule III und für neue Parkplätze Teile des Schnepfenluckwalds gefällt werden sollen. Wie der Stadtratsbeschluss zustande kam, bleibt der interessierten Öffentlichkeit weiterhin verborgen, denn beraten wurde hinter verschlossenen Türen.

Nach der bayrischen Gemeindeordnung sind Sitzungen der Ausschüsse und des Stadtrats grundsätzlich öffentlich. Durch die Öffentlichkeit der Sitzung sollen die Bürger die Arbeit der gewählten Vertreter verfolgen und eine allgemeine Kontrolle der wichtigsten Vorgänge der Kommune ausüben können. Nur wenn das Wohl der Allgemeinheit oder berechtigte Ansprüche einzelner Personen entgegenstehen, darf die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. Das ist etwa bei Personalangelegenheiten und Grundstücksgeschäften möglich, weil da auch die persönlichen Verhältnisse von Stellenbewerbern und Kaufinteressenten zur Sprache kommen. Beim Verkauf des Stadtwalds an den Landkreis sind solche schützenswerten Belange der Beteiligten aber nicht gegeben, zumal die Stadt selbst den wesentlichen Vertragsinhalt - bis auf den Kaufpreis - öffentlich machte. Nichts hätte den Stadtrat gehindert, über das Vorhaben öffentlich zu beraten und nur bei der Festlegung des Kaufpreises die Öffentlichkeit auszuschließen.
Dem Stadtrat war bewusst, dass mit dem Verkauf bereits die Weichen für die Vergrößerung der Berufsschule III gestellt wurden. Trotzdem hat es der Stadtratsmehrheit gefallen, diese weitreichende Entscheidung über die Köpfe der Bürger Traunsteins hinweg zu treffen. Keine breite Meinungsbildung, kein Abwägen von Für und Wider im Vorfeld – es sollten wohl schnell Fakten geschaffen werden, damit der Bürger mit seinen Sorgen um den Wald nicht weiter stört. So habe ich mir Demokratie nicht vorgestellt. In der Klosterkirche zeigt eine Ausstellung gerade, wie sich in Traunstein die Untertanen ab Mitte des 19. Jahrhunderts zu freien Bürgern emanzipierten. Jetzt weisen die Zeichen der Zeit wieder in die entgegengesetzte Richtung.

Zurück zum Wald: Der Landkreis will ab 2022 für jedes neugeborene Kind einen Baum spenden. Wär’s da nicht besser, er würde die Grundstücke in der Schnepfenluck gar nicht erst roden und die vielen, schon ausgewachsenen Bäume einfach stehen lassen? Traunstein ist auch deshalb eine lebenswerte Stadt, weil Wald und Natur so nahe sind. Schützt unseren Stadtwald!


Wir treffen uns im Haidforst,
direkt beim Waldeingang an der Industriestraße (kurz vor dem Wertstoffhof Schaumaier) und wandern zum Schnepfenluck.


Eine wirklich schöne Runde am Feierabend, die bei sehr gemütlichem Tempo ca.
ein bis eineinhalb Stunden
dauern wird.

Natürlich werden auch Informationen ausgetauscht werden. Genießt mit uns
unseren schönen Stadtwald!

Claudia Lahr

Geschichte über den Schnepfenlucker Stadtwald

Von Johann Kainz (Aug. 2021)

Was haben die diesjährigen Extrem-Wetterereignisse mit dem Traunsteiner Stadtrat zu tun? Auf den ersten Blick nichts.
Es gab nach der teuren Schneekatastrophe von 2019 glücklicher-weise keine größeren Wetterschäden, anders als in BGL.
Doch durch Medienberichte und vor allem durch diese aufdringliche Grüne Partei sind nun größere Teile der Bevölkerung von diesem sog. Klimawandel sensibilisiert. Und kürzlich diese schreckliche Flutkatastrophe.

Was kann da der Traunsteiner Oberbürgermeister und der Landrat, beide jung, beide von der gleichen Partei tun, um eine Scheibe vom Traunsteiner Stadtwald abzuschneiden ohne bei den Bürgern groß anzuecken?

Traunstein soll Bildungsstadt werden, soll wachsen, auf gleiche Höhe mit Rosenheim und Burghausen. Was tun? Die Berufsschule III erweitern, ein Neubau soll es sein. Nichts dagegen einzuwenden.

Wäre da nicht dieser dumme Autoverkehr der Schüler und Lehrer und diese aufmüpfigen Anwohner. Traunstein soll doch eine Fahrradstadt werden.
Eine Tiefgarage oder ein Parkdeck auf dem bestehenden großen Parkplatz wäre zu teuer und sähe sicher nicht gut aus.

Also, was kann man weiter tun, um in der Bevölkerung keine Ablehnung des Projekts zu provozieren? Eine nichtöffentliche Stadtratssitzung einberufen, die Widersacher des Projekts sind somit zum Schweigen verurteilt. Mit seiner Mehrheitsfraktion, mit dem kleineren freien Anhängsel und möglicherweise mit einigen Stimmen der SPD, kann der OB einen wunderbaren Deal durchführen. Die Stadt verkauft vom Schnepfenlucker Stadtwald einfach ca. 2600m² an den Landkreis, 1300m² sollen Parkplatz werden.

Das spült Geld in die Stadtkasse, die Stadtratsmehrheit ist nun auf den endlich angekommenen zweiten Blick zufrieden, niemand muss sich mit schnöden Parkplätzen, Baumfällungen etc. auseinandersetzen oder hat ein schlechtes Gewissen mit diesem unumkehrbaren Flächenfraß. Alle haben eine saubere Weste, den Rest richtet der Landrat.

Eine saubere Weste, die niemand durch Parkplätze, erstanden aus 100-jährigem Stadtwald, verschmutzen kann.

Wie hat einer vor zig Jahren gesagt, nicht an ihrem Reden, sondern an Ihrem Tun wird man sie erkennen!
Wieder mal ein 100-jähriger Wald und ein Stück Naherholung für immer weg. Für Parkplätze. Für Kinder endgültig vorbei, Räuber und Gendarm im Schnepfenlucker Stadtwald zu spielen.

Klimawandel  ernst nehmen

Mitglieder des BUND Naturschutz trafen sich am 19.08.2021 zu einem Waldspaziergang im Haidforst. In Augenschein genommen wurde vor allem das Waldstück, welches für eine Verbindungsstraße zwischen der Gemeinde Nußdorf und dem gemischten Industrie- und Gewerbegebiet Nord in Traunstein geopfert werden soll. Man kam zu der Auffassung, dass dieser Wald um jeden Preis zu erhalten ist, weil er einen wichtigen Lebensraum für seltene Arten und ein wertvolles Naherholungsgebiet für die Traunsteiner Bevölkerung darstellt. Damit nicht nur dieser, sondern alle Wälder Traunsteins erhalten bleiben ist es wichtig, Parteien zu unterstützen und zu wählen, welche den Klimawandel ernst nehmen."

Beate Rutkowski (Aug.2021)

Erweiterung der Berufsschule III

Nach dem Bericht des Traunsteiner Tagblatts vom 2.7.2021 verkauft die Stadt Traunstein dem Landkreis für die Vergrößerung der Berufsschule III und für den Bau weiterer Parkplätze über 2500 Quadratmeter Wald in der Schnepfenluck. Anders als Oberbürgermeister Dr. Hümmer kann ich diese Entwicklung aber nicht gutheißen. Zwar ist der Ausbau des Schulstandorts Traunstein zu begrüßen, aber nicht im Schnepfenluckwald.
Offenbar soll nicht nur der schon bestehende nördliche Anbau abgerissen und größer neu errichtet werden, es sollen auch weitere Flächen des Waldes für den großzügigen Ausbau der Berufsschule geopfert werden. Vermutlich wird der bestehende Fußweg zum Bahnübergang wie schon einmal und jetzt noch tiefer in den Wald hinein verlegt und so wird es mit der Salamitaktik weitergehen, wenn später neue Fachbereiche der Schule zugeordnet werden oder wenn das Landwirtschaftsamt zusätzlichen Raumbedarf anmelden sollte.
Die erwähnten 96 neuen Stellplätze – bereits bestehende könnten dem Neubau zum Opfer fallen – werden keine wesentliche Verbesserung für die Anwohner mit sich bringen. Denn die Erweiterung führt zu höheren Schülerzahlen und damit zu noch mehr Autos als heute schon. Zudem werden die neuen Stellplätze die Schüler ermuntern, mit dem Auto und nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zu kommen. Das Verkehrschaos im Nadelöhr der engen Schnepfenluckstraße wird damit ebenso bleiben wie der Parkdruck in den anderen Anliegerstraßen.
Der Waldweg durch die Schnepfenluck ist als Naherholungsgebiet und grüne Lunge bei Spaziergängern und Reha-Wandergruppen des Krankenhauses gleichermaßen beliebt. Die werden sich bedanken, wenn sie die Ausgleichsflächen für den gerodeten und zubetonierten Wald erst hinter Kotzing oder bei Kammer suchen müssen.
Aus der Berufsschule III in der jetzigen Form lässt sich an diesem Standort beim besten Willen kein neuer, umweltverträglicher Campus zaubern. Ich bitte den Stadtrat, den Schnepfenluckwald in seiner bisherigen Größe zu erhalten und die Ausbaupläne nicht weiter zu unterstützen.

Friedrich Naumann, Nußbaumerstraße, Traunstein

Hände weg vom Stadtwald – auch am Schnepfenluck

In einem Artikel vom Traunsteiner Tagblatt am 30.6. („vorbildlicher Waldumbau“) wurden von allen Stadtratsfraktionen die Arbeiten für den Stadtwald hoch gelobt. Also kann man in TS doch stolz darauf sein, wie mit dem Lebensraum Wald umgegangen wird - von wegen.

Zwei Tage später erscheint die Hiobsbotschaft, dass für die Erweiterung der Berufsschule III sowie für Parkplätze über 2500 qm Wald am Schnepfenluck von der Stadt an den Landkreis verkauft werden.
Der Beschluß geschah in nichtöffentlicher Sitzung: Ich interpretiere das so, dass hier etwas zu verbergen gibt! Ja ist denn der Stadtwald Eigentum von OB und Stadtrat und können sie damit machen was sie wollen? Nein! Der Wald ist Allgemeingut und wird von vielen Bürgern zur Naherholung genutzt. Folglich sind die Bürger für solche Entscheidungen auch einzubinden.

Sicher wird niemand etwas gegen weitere Schulzweige für die Berufsschule haben, aber hierfür einen intakten Wald zu opfern ist das Allerletzte! Den Entscheidungsträgern in Stadt und Landkreis ist offenbar entgangen, dass wir uns inmitten einer immer ernster werdenden Klimakrise befinden. In dieser Situation darf man keinen einzigen gesunden Baum niedermachen.
Bei gutem Willen wäre es sicher kein Problem, für ein paar weitere Klassenräume in TS einen guten Platz zu finden. Noch mehr Parkplätze statt dem Wald, wo doch ein riesiges, nicht ausgelastetes Parkhaus in der Nähe ist, das ist vollkommen tabu.

Übrigens: Laut ARD-DeutschlandTrend vom 22.7. sehen 81 Prozent der Deutschen sehr großen oder großen Handlungsbedarf beim Klimaschutz.
Leserbrief von Hans Becher (Aug. 2021)

Leserbrief zum Artikel „Stadt verkauft rund 2600 Quadratmeter“ vom 02.07.2021

Die Landwirtschaftliche Berufsschule erhält zusätzlich einen neuen Berufszweig und benötigt deshalb eine Erweiterung und Parkplätze.
Getrübt wird die Freude, weil dafür ein Teil des angrenzenden Waldes gerodet werden soll. Direkt arrondierte, freie Areale unterbinden scheinbar jeden Ehrgeiz, auf vorhandenen Flächen und mit den gegebenen Möglichkeiten kreative Meisterleistungen und Lösungen architektonischer, platzsparender und verkehrstechnischer Art zu schaffen.

Warum anstrengen, wenn es auch einfacher geht? Das Geld der Steuerzahler wird zwischen verschiedenen Ämtern und Behörden hin- und hergeschoben und schon ist der Deal perfekt! Ausgehandelt wird das alles in nichtöffentlicher Sitzung, damit die Tatsachen geschaffen sind, bevor der Unmut der Bevölkerung laut wird.

Traunstein sollte endlich verstehen, dass jede Fläche nur einmal verkauft werden kann! Der Wert von Grund und Boden wird immer höher werden, weil es sich dabei bereits jetzt um knappe Güter handelt. Wenn wir jetzt zurückhaltend sind, können in der Zukunft viel höhere Preise erzielt werden. Auch die nach uns Kommenden wollen sich noch entwickeln können.

Die momentane Stadtentwicklung ist davon weit entfernt. Jeder Fleck wird zugebaut, die Wälder rund um die Stadt scheibchenweise vernichtet. Mal hier ein paar hundert oder tausend Quadratmeter, dort ein paar Hektar – wir haben’s ja! Auf dem Papier vielleicht noch, aber die direkt erreichbaren Naherholungsräume schwinden zunehmend.

Holz wird in Zukunft noch bedeutsamer werden als es jetzt bereits ist. Es braucht mindestens 80 Jahre, bis einzelne Bäume erntereif sind und man sie für Bauen, Heizen, etc. verwenden kann. Das heißt, dass ein gewisser Vorlauf, teilweise mehrere Generationen, für diesen Prozess eingerechnet werden muss. Gut, dass unsere Vorfahren so vorausschauend für uns gepflanzt haben.

Wenn wir sinnvoll investieren und gleichzeitig das Klima schützen wollen, dann müssen wir unsere Wälder nicht nur erhalten. Wir müssen schleunigst damit beginnen, die von der Staatsregierung angekündigten Millionen von Bäumen zu pflanzen. Ansonsten findet unser Raubbau auf dem Rücken unserer Kinder und Enkel statt. Der Wald, den wir heute pflanzen, ist das Kapital von morgen!

Außerdem sollten wir aufhören nur davon zu sprechen, dass alle Bäume und Wälder nach Rodungen ersetzt werden. Wir müssen es tun. Der Ausgleich muss direkt in Stadtnähe, sofort und für die Bürger Traunsteins erreichbar geschehen. Leider fehlen uns dafür längst die Flächen.

Den Wald an der Landwirtschaftsschule gibt es bereits seit mehreren Generationen.
Es wäre unverzeihlich und enttäuschend, wenn unsere Verantwortungsträger nun damit anfangen, ihn für ein paar Parkplätze zu vernichten. Bestimmt kann in der Planung noch nachgebessert werden!

Claudia Lahr

Foto: Waldbegehung am 6. August 2021


Klimaneutralität bedeutet eine Kehrtwende


Zum Bericht „Die Radfahrer und ihre Wege finden Beachtung“ vom 10. Mai:

Eine gute Sache so eine Bürgerversammlung! Natürlich gibt es auch unangenehme Themen wie die Zerstörung des beliebten Naherholungsgebietes Haidforst durch eine neue Straße und die drohende Umwidmung zu verschiedenen Gewerbeflächen. 
Es wirkt beruhigend, dass OB Dr. Hümmer den Klimaschutz und die Klimaneutralität für Traunstein als eine "ganz ganz wichtige Sache" bezeichnet. 
Doch leider hält ihn das nicht davon ab, die Abholzung eines Waldes zu befürworten, der nicht nur als Naherholungsgebiet sondern auch als Frischluftspender, Wasserspeicher und Lebensraum für Mensch, Flora und Fauna eine wichtige Rolle spielt und nicht zuletzt durch die derzeit explodierenden Holzpreisen an Wirtschaftlichkeit gewinnt. 
Der Traunsteiner Stadtrat und die beteiligten Firmen und Berater verfügen sicherlich über genügend Intelligenz, Wissen und Kreativität, um gerade hier ein Exempel zu statuieren und eine Lösung ohne neue Umweltsünden zu finden. 
 Wir schreiben uns Klimaneutralität auf die Fahnen, das bedeutet eine Kehrtwende. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine Wirtschaft, die auf klimaschützenden Maßnahmen beruht, Arbeitsplätze und gute Renditen bringt. Lasst uns in diese Richtung gehen und nicht mit der Einstellung "Einer geht allweil noch" weiter an der Umweltzerstörung arbeiten. 
Schließlich wollen wir auch in Zukunft noch stolz auf uns sein!

Leserbrief Johanna Müller 11.5.21, abgedruckt am Dienstag, den 18.05.2021



Worten müssen Taten folgen
Leserbrief zum Bericht "Stadtrat soll Traunstein bis 2030 klimaneutral machen" vom  7. April 2021

Zahlreiche Traunsteiner setzen sich  dafür ein, dass die Stadt sämtliche Maßnahmen zum Klimaschutz noch ambitionierter vorantreibt, als bisher. Innerhalb kürzester Zeit wurden trotz der momentan erschwerten Bedingungen über 500 Unterschriften eingesammelt, die dies ebenfalls fordern - ein klares Signal.
Für Verwaltung, Stadtrat und Bürger gilt es nun, zeitnah viele Komponenten zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzusetzen, um unseren Beitrag 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens zu leisten. Nicht bei allen Bausteinen wird es so leicht gehen wie bei folgendem Vorschlag, der sofort, einfach und kostengünstig umzusetzen wäre:
Unseren Haidforst weiter so vorbildlich umzubauen, damit er in bewährter Weise alle wichtigen Funktionen bewältigt, die ein Wald erfüllen kann. Dass er nutzbringend und sprichwörtlich lebensrettend ist, wird uns in Zeiten des Klimawandels immer deutlicher vor Augen geführt (Wasserspeicher, Sauerstoffgewinnung, Kohlendioxidspeicherung, Kühlung der Innenstädte, und dergleichen). Wie verheerend sich das Fehlen des Waldes auswirkt, wird oft erst bemerkt, wenn es zu spät ist.
 
Nicht nur den Bürgern des dicht besiedelten Traunsteiner Nordens dient der Haidforst als dringend benötigter Naherholungsraum. In Zeiten der Kontakt- und Ausgangssperren fanden hier jeden Tag sehr viele Traunsteiner Ruhe in der Natur. Niemand braucht dafür ins Auto zu steigen. Der Wald ist bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen und zu begehen. Insgesamt besitzt die Stadt Traunstein über 600 Hektar Wald. Das Argument, dass ein paar Hektar Wald mehr oder weniger am einen Stadtrand keinen Unterschied machen würden, nutzt uns Bürgern nichts. Aus genannten Gründen brauchen wir unseren intakten Wald.

Gerodeten Wald auszugleichen, ist direkt um unsere Stadt herum nur mehr äußerst schwer möglich. Durch die zunehmenden Wetterextreme lassen sich Wälder auch nicht mehr so leicht aufforsten, wie wir das bisher gewohnt waren.
Erst im Januar erhielt die Stadt Traunstein, federführend Stadtförster Gerhard Fischer, eine Prämie von über 60 000 Euro für den vorausschauenden, zukunftsweisenden und vorbildlichen Waldumbau. Hier sind wir auf einem hervorragenden Weg! Sicher fördert der Staat gerne noch mehr. Mit relativ wenig Aufwand könnte zum Nutzen von Mensch und Natur noch vieles entstehen, wie Natur- und Kulturlehrpfade und ähnliches. Der Trend geht bei uns in Traunstein an Schulen und Kindergärten ohnehin eindeutig in diese Richtung mit Waldklassen, Waldkindergärten, Umweltschulen, Umwelt-Arbeitsgemeinschaften...

Oberbürgermeister Dr. Hümmer fasst in einem Bericht vom 19.01.2021 zusammen: „Traunstein leistet durch den vorbildlichen Waldumbau seit Jahrzehnten einen Beitrag zum Klimaschutz“.
Ich wünsche mir, dass dies noch mehr wird und für die Zukunft gilt - speziell für den Haidforst.

Leserbrief von Claida Lahr (April 2021)


"Stadtrat soll Traunstein bis 2030 klimaneutral machen"

Foto: Wolfgang Wörner

Ein paar Traunsteiner Bürgerinnen und Bürger schaffen es, mitten in der Pandemie 500 Unterschriften zu sammeln für einen echten Klimaschutz in Traunstein. Klasse!

Aber neben den im Artikel erwähnten energetischen Maßnahmen gibt es in Traunstein auch noch etwas anderes für unser Klima zu tun – oder besser zu lassen: Unsere städtischen Wälder, speziell der stadtnahe Haidforst müssen erhalten bleiben. Er darf keinen weiteren Gewerbebauten weichen.
Wald sammelt das klimaschädliche CO2 ein und erzeugt den für das Klima und uns Menschen so wichtigen Sauerstoff. Genau deshalb muss der Haidforst erhalten bleiben, ganz besonders, wenn man an die stets wachsende Bevölkerung in Traunstein denkt.

Leserbrief von Wolfgang Wörner zum Artikel im TT vom 7. April 2021

Wie dumm sind wir eigentlich, dass wir unsere wertvollen Wälder nach und nach opfern?


Neulich fand ich in alten Unterlagen meines Großvaters - Jahrgang 1899, viele Jahre im Stadtrat und mit Leib und Seele Traunsteiner - alte Waldkarten von Traunstein aus dem Jahr 1949.
 
Es erschreckt mich zu sehen, wie viel von diesen großen Waldflächen um Traunstein nicht mehr Wald sind!Wie dumm sind wir eigentlich, dass wir unsere wertvollen Wälder nach und nach opfern?

Jedes Stück Wald, das gerodet wird, ist unwiederbringlich verloren. Es hilft auch nicht, an anderer Stelle neu Bäume als Ausgleich zu pflanzen, denn wir brauchen unsere Bäume in unserer Nähe! Wir brauchen ihre "Arbeit", uns Sauerstoff zu produzieren und wir brauchen sie, um uns Naherholungsgebiet zu sein. Gerade jetzt in der Pandemie wird so viel noch deutlicher sichtbarer, als es so schon ist: wir brauchen Naturgebiete, die fußläufig oder mit dem Rad zu erreichen sind!
 
Das Totschlagargument der Stadt, Wälder zu opfern um Gewerbegebiete zu ermöglichen, um Gewerbesteuereinnahmen zu erzielen gehört endlich auf den Müll! Wenn dies die einzige und so einfach zu erzielende Geldeinnahmequelle einer Stadt ist, gehört das ganze zugehörige System überdacht und neu aufgestellt. Es muss für Städte und Gemeinden möglich sein, sich ohne Flächenverbrauch und der Opferung von Wäldern und Wiesen zu finanzieren.
 
Es ist an der Zeit, viele Dinge zu überdenken und neu zu ordnen. Denn was einmal geopfert ist wirklich unwiederbringlich verloren!
 
Noch eine kleine Geschichte zu meinem Großvater - wie sie mir erzählt wurde: Zu seiner Zeit im Stadtrat gab es noch die sogenannte "Baumschutzverordnung". Diese besagte wohl, dass ohne Zustimmung des Stadtrats keine Bäume im Stadtgebiet umgeschnitten werden durften. Damals war die Rosenheimerstraße und auch die Herzog-Friedrich-Straße noch von Bäumen gesäumt. Mehrfach wurde im Stadtrat besprochen, diese Alleebäume zu fällen, jedes Mal hat mein Großvater dagegen gestimmt. Eines Tages - mein Großvater war krank - wurde eilig eine Stadtratssitzung einberufen und die Fällung dieser Bäume beschlossen - und auch durchgeführt! Seitdem haben diese Straßen keine Alleebäume mehr. Jetzt fängt man an, hier wieder Bäume zu pflanzen, weil man sieht, wie wichtig Bäume in der Stadt sind.
 
Bitte lasst uns nicht noch weitere Bäume im Stadtgebiet opfern, wir brauchen jeden einzelnen!

Von Birgit Haider (April 2021)

Wert des Naherholungswaldes betonen


Im Traunsteiner Norden befindet sich ein alter, mehrfach prämierter Mischwald. Dieser lädt nicht nur zur Erholung und zu Freizeitaktivitäten ein, sondern ist durch seine befestigten Wege auf weitgehend steigungsarmen Terrain auch für gehbehinderte und junge Eltern mit Kinderwagen ideal nutzbar. Und er erfüllt auch noch zur Gänze alle wichtigen Funktionen, welche nur ein Wald in Zeiten des Klimawandels erfüllen kann. Statt die Chance zu nutzen und diesen Wald z. B. im Sinne eines Parks mit informativen Schautafeln zum Thema Wald zu versehen und den Naherholungswert zu betonen, reitet man ständig darauf herum, wie viel Wald Traunstein doch hat und dass es auf ein paar Hektar mehr oder weniger nicht ankäme. Diese Einschätzung halten wir gerade in der heutigen Zeit für total verfehlt. Sie zeugt von einer völlig einseitigen Bewertung unserer Lage.
Uns erschließt sich nicht, warum das Gewerbe-, bzw. Industriegebiet im Traunsteiner Norden nun wieder einmal erweitert werden soll, wo doch im Gewerbegebiet im Süden noch so viele freie Flächen zur Verfügung stehen. Sind die Grundstücke dort alle bereits verkauft und lediglich noch nicht bebaut? Oder gibt es doch nicht so viele Interessenten? Aufgrund der direkten Autobahnanbindung im Süden sollte es für Betriebe doch wesentlich lukrativer und vorteilhafter sein, sich hier anzusiedeln als im Norden. Zusammenfassend kann man sagen, dass besagtes Gewerbegebiet im Süden mehr einem großen Parkplatz und einer Betonwüste ähnelt und in puncto Flächenverbrauch eine wahre Schande ist.

Marianne und Walter Holzbauer (März 2021)


Wie wichtig ist OB Hümmer der Klimaschutz wirklich?


In der Samstagsausgabe des Traunsteiner Wochenblattes vom 13.02.2021 stellt die Stadt Traunstein ihren Haushalt 2021 vor und bezeichnet ihn als „Zukunftshaushalt“.

An erster Stelle nennt sie den Klimaschutz mit Konzept.

Dieses Ansinnen ist sehr löblich und in heutigen Zeiten gut für eine positive Presse.

Doch meint es der Oberbürgermeister mit dem Verwirklichen des Zieles ernst?

Auszug aus dem Beitrag der Grünen in Traunstein (Quelle: hptts://gruene-stadt-traunstein.de: Haushaltsrede 2020): „Jetzt möchte Traunstein im Norden den gegenteiligen Weg einschlagen. Dort sollen 50.000 Euro in Gutachten investiert werden, um den Wald für weitere Gewerbeflächen opfern zu können.“

Im Traunsteiner „Haidforst“ sollen 9 ha Wald für ein neues Gewerbegebiet fallen. In einem persönlichen Gespräch teilte mir der Oberbürgermeister, Herr Dr. Hümmer, mit, dass es wichtig ist mit Gewerbesteuereinnahmen den Haushalt für das Allgemeinwohl der Bürger zu finanzieren.

Laut Gerüchten soll eine im Gewerbegebiet Nord ansässige Firma am Zukauf von Flächen interessiert sein, um ihre Lkws dort abstellen zu können. Ich frage mich, inwieweit Parkfläche für Lkws das Aufkommen der Gewerbesteuer positiv beeinflussen kann und damit die Finanzierung von Kitas, Schulen usw. unterstützt.

Jetzt zu den gesetzten Klimazielen:

Bei einem Spaziergang im Herbst habe ich genau in dem betroffenen Gebiet mit Waldarbeitern gesprochen, die mit  Aufforstungsarbeiten beschäftigt waren. Diese teilten mir mit, dass gerade der „Haidforst“ von seiner Lage her entscheidend wichtig ist für das Mikroklima in Traunstein. D. h. in heißen Sommern kühlt er, er hält Wind ab und speichert und filtert das Wasser. 

Ich frage mich, wie wichtig ist unserem OB der Klimaschutz wirklich? Er ist selbst Vater, seine Entscheidungen wirken sich auf das Erwachsenenleben seiner Kinder und Enkel aus.

Rosi Berger (Februar 2021)

Kreativität statt Abholzung

Im Moment ist es still geworden um das Thema "Haidforst", vielleicht weil stadtpolitisch eher vom "Gewerbegebiet Nord" gesprochen wird. Es ist aber zu befürchten, dass durch eine Entwicklung des genannten Gewerbegebietes immer mehr Waldflächen scheibchenweise dran glauben müssen, bis letztlich gar nichts mehr übrig bleibt. Wirklich niemand will ansässige Unternehmen an der Expansion hindern. Fraglich ist aber, ob alle mitterweile zur Verfügung stehenden kreativen Möglichkeiten genutzt werden, um den Flächenverbrauch zu minimieren, z. B. in die Tiefe oder in die Höhe zu bauen. Müssen Parkplätze wirklich immer "oberirdisch" sein oder - wie im Gewerbegebiet Nord - zusätzlich auf der Straße? Wäre es nicht für alle Beteiligten besser, wenn die betreffenden Firmen z. B. ihre LKW und die der Liefernden in einem Parkhaus oder einer Tiefgarage unterbringen würden (Kühlung im Sommer, Schnee und Eis im Winter)?
von Claudia Lahr (Februar 2021)

Sie haben eine Frage oder möchten uns unterstützen?

______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________


Sie möchten uns mit einer Spende unterstützen?

Spendenkonto

  • Empfänger: elinor Treuhand e.V.
  • GLS Bank
  • IBAN: DE48 4306 0967 7918 8877 00
  • BIC: GENODEM1GLS
  • Verwendungszweck: ELINORLVZP6M

Oder hier: www.t1p.de/WfdWspende



Impressum Angaben gemäß § 5 TMG

Aktionsbündnis "Wir für den Wald TS"

Claudia Lahr

Nußdorfer Str. 9

83278 Traunstein

E-Mail: claudia.lahr@web.de

Haftung für Inhalte

Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen.

Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Unser Angebot enthält Links zu externen Websites Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar.

Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet.

Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.

Quelle: https://www.e-recht24.de/impressum-generator.html

Kontakt mit uns

Wenn Du per E-Mail Kontakt mit uns aufnimmst, werden Deine angegebenen Daten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen sechs Monate bei uns gespeichert.

Datenlöschung und Speicherung

Deine personenbezogenen Daten werden gelöscht oder gesperrt, sobald der Zweck der Speicherung entfällt. Eine längere Speicherung kann dann erfolgen, wenn der Löschung eine gesetzliche Aufbewahrungsfrist z.B. entsprechend des Parteienrechts entgegensteht. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.